Sie haben Ihre Traumwohnung gefunden – wie lassen sich nun Ihre Chancen erhöhen, dass Sie in die gewünschten vier Wände auch einziehen können? Mit unseren Tipps zur richtigen Wohnungsbewerbung geraten Sie bestimmt nicht ins Hintertreffen.

Wohnungsbesichtigung: Der erste Eindruck zählt für Mieter und Vermieter

Sagt Ihnen eine Wohnung auf Anhieb zu, so teilen Sie das dem Vermieter im besten Fall auch gleich bei der Besichtigung mit. Ihr Interesse am Wohnobjekt steht an der ersten Stelle auf dem Weg dorthin. Halten Sie sich aber mit Forderungen zurück – ist der Vermieter erst einmal an Ihnen als Mieterin oder Mieter interessiert, ist er auch eher bereit, auf allfällige Wünsche Ihrerseits einzugehen.

Bewerbungsformulare vollständig ausfüllen

Liegenschaftsverwaltungen legen in der Regel Bewerbungsformulare auf. Vergeuden Sie keine Zeit mit Warten, sondern reichen Sie dieses umgehend und vollständig ausgefüllt ein. Der Vermieter hat das Recht, Auskünfte über Einkommensverhältnisse, Nationalität, Zivilstand, Anzahl Kinder, Haustiere, Rauchgewohnheiten, Arbeitgeber oder bisherige Mietverhältnisse zu erhalten. Fragen, die in Ihre Privatsphäre eingreifen (wie Gebrechen, Religion oder Partei- oder Vereinszugehörigkeiten), sind hingegen nicht statthaft.

Mit Begleitbrief punkten

In Zeiten von Wohnknappheit verhält es sich bei Bewerbungen für Wohnungen ähnlich wie für Jobs. Nutzen Sie die Möglichkeit eines persönlichen Bewerbungsschreibens, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Stellen Sie sich dem Vermieter darin kurz vor, und lassen Sie ihn wissen, weshalb gerade diese Wohnung für Sie eine gute Lösung wäre, aber übertreiben Sie dabei nicht.

Betreibungsregisterauszug

Auch wenn der Vermieter beim Einreichen des Bewerbungsformulars noch keinen Auszug aus dem Betreibungsregister gefordert hat, lohnt es sich, diesen gleich zu Beginn des Bewerbungsprozesses beizulegen, und zwar im Original. So ersparen Sie sich und dem Vermieter zusätzliche Arbeit, denn spätestens bei Vertragsunterzeichnung dürfte dieser Auszug verlangt werden. Eine vorhandene Betreibung muss dabei nicht a priori ein Hinderungsgrund sein – begründen Sie diese aber im Bewerbungsschreiben.

Referenzen

Der Vermieter darf wissen, wo Sie in den vergangenen Jahren gewohnt haben. War ein Mietverhältnis von gar kurzer Dauer, sollten Sie das entsprechend begründen (Wechsel Arbeitgeber, Zusammenzug mit Lebenspartner etc.). Mit wahrheitsgetreuen Angaben fahren Sie fraglos besser als mit lückenhaften Auskünften.

Mit dem Vermieter Kontakt suchen

Wenn Ihnen der Vermieter keine Frist genannt hat, bis wann er einen Entscheid fällt, so können Sie sich bei ihm nach dem Stand der Vermietung erkundigen und gleichzeitig Ihr anhaltendes Interesse am Objekt bekunden. Bleiben Sie dabei aber zurückhaltend und rücken Sie dem Vermieter nicht jeden zweiten Tag auf die Pelle.

Erreichbarkeit sicherstellen

Last but not least sollten Sie gewährleisten, dass Sie für den Vermieter für weitere Fragen oder Gespräche erreichbar sind (per Postanschrift, E-Mail oder Telefon). Fällt der Bewerbungsprozess in Ihren Urlaub, so teilen Sie das dem Vermieter rechtzeitig mit.