1. Die Regeln klar definieren

Einer der wichtigsten Punkte ist es, offen über alle Aspekte des Zusammenlebens zu sprechen. Auch über die Finanzen. Der erste Schritt ist zu definieren, was man sich überhaupt leisten kann. Listen Sie auf, wie viel Geld Ihnen monatlich zur Verfügung steht, um die Miete, Nebenkosten, Lebensmittel und sonstige Ausgaben zu bezahlen. So wird schnell klar, für was für eine Wohnung Sie sich beim ersten Mal bewerben können. Definieren Sie auch wie die Kosten für den Umzug aufgeteilt werden. Wie werden Neuanschaffungen finanziert und wo kann Geld gespart werden? Ein gemeinsam aufgestelltes Budget ist sicherlich optimal um den Überblick zu behalten. Auch das zukünftige Haushaltsbudget sollte im Voraus aufgestellt werden. Hilfestellung dafür gibt es online bei der Budgetberatung Schweiz.

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2. Welcher Stil ist unser Stil

Wenn die eher trockenen Punkte geklärt sind, können Sie sich den schönen Seiten des Zusammenziehens widmen. Wie soll die gemeinsame Wohnung aussehen? Welcher Stil passt zu Ihnen? Wie stellen wir uns die Einrichtung vor? Es geht nicht darum zu verhandeln, ob das Apartment nach Ihrem oder Seinem Geschmack eingerichtet wird. Vielmehr müssen Paare zuerst herausfinden, wie Ihr gemeinsamer Stil eigentlich ausschaut. Am einfachsten ist es, ein Moodboard zu gestalten. In einem Moodboard werden Ideen und Vorstellungen ganz einfach visualisiert. Es ist sozusagen eine Collage Ihrer Ideen und Wünsche. Nehmen Sie einfach ein grosses Stück Karton oder Kork und pinnen Sie alles an, was Ihnen gefällt. Stoffmuster, Farbproben, Magazinausrisse etc. Wichtig ist, dass Sie das Moodbaord zusammen gestalten. Die fertige Collage ist dann sozusagen Ihre Wunschvorstellung wie Ihre Wohnung aussehen soll. So fällt es Ihnen viel einfacher Entscheidungen bei Neuanschaffungen zu treffen und sich für eine Farbwelt zu entscheiden.

Es gibt aber auch Paare, welche die Zimmer in Ihrer Wohnung einfach aufteilen und diese dann selbständig nach Ihrem Geschmack einrichten. Das scheint mir keine so gute Idee zu sein. Das Resultat wird eher nach einer WG ausschauen und nicht die erhoffte Wohlfühloase sein.

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3. Eine Farbpalette wählen

Der kostengünstigste Weg, eine Wohnung zu verändern und Räumen Persönlichkeit zu geben, ist Farbe. Auch schlichte oder gar hässliche Ecken können mit einem neuen Farbton richtiggehend verwandelt werden. Nehmen Sie also Ihr Moodbard und definieren Sie eine passende Farbpalette. Hilfreich sind da Farbmuster, die sie kostenlos in jedem Baumarkt finden. Ob Sie sich für Schwarz-Weiss, Pastell- oder warme Erdtöne entscheiden ist Geschmacksache. Wichtig ist, dass Sie Ihrer Farbpalete treu bleiben und somit ein einheitliches Bild in Ihrer Wohnung haben.

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4. Was darf bleiben, was muss weg

Nicht jeder hat das Budget für viele Neuanschaffungen. Die meisten Paare müssen sich entscheiden, welche Möbel mit einziehen dürfen und welche nicht. Erstellen Sie eine Inventarliste, um zu sehen, was sie gemeinsam besitzen, was doppelt vorhanden ist und welche Stücke Sie noch brauchen. Es muss auch nicht immer alles neu sein. Schauen Sie sich im Brokenhaus um, tauschen Sie Einrichtungsstücke mit Freunden oder verpassen Sie einem alten Möbelstück einen neuen Anstrich. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern tragen auch wesentlich dazu bei, dass die Wohnung Ihre gemeinsame Handschrift trägt.

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5. Das Sofa ins Zentrum rücken

In vielen Wohnzimmern steht das Sofa im Mittelpunkt. Es macht Sinn, hier mit der Einrichtungsplanung zu starten. Wenn Sie noch keine Couch besitzen, sollte die Neuanschaffung gut durchdacht sein. Was sind Ihre Bedürfnisse? Wie gross darf das Sofa sein? Findet die Couch auch in einer anderen Wohnung wieder einen Platz? Lassen Sie sich Zeit und sehen Sie sich in den verschiedenen Einrichtungshäusern nach einem passenden Objekt um. Wenn Sie hingegen schon ein Sofa haben, peppen Sie dieses mit einem neuen Überzug oder farbigen Kissen einfach auf. So wirkt auch ein altes Modell ganz schnell wie neu und passt zu Ihrem gemeinsamen Einrichtungsstil.

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6. Gehen Sie Kompromisse ein

Ohne Kompromisse wird es nicht funktionieren. Sei es bei der Möbelplatzierung, der Auswahl der Bettwäsche oder der Helligkeit von Glühbirnen. Es wird Sie überraschen, welche Kleinigkeiten Ihrem Partner wichtig sind. Reden Sie offen über Ihre Bedürfnisse und sprechen Sie über alles. Kompromisse sind oftmals negativ behaftet. Dem ist aber nicht so. Kompromisse lassen uns Neues ausprobieren, alte Muster ablegen oder Dinge mit anderen Augen zu sehen.

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7. Spass haben

Ein junges Paar sollte beim Zusammenziehen vor allem eins haben, und zwar Spass. Lassen Sie sich nicht stressen und nehmen sie sich für Ihre Entscheidungen die nötige Zeit. Es muss ja beim Einzug nicht alles schon perfekt sein. Oftmals werden einem die Wohnbedürfnisse auch erst dann klar, wenn man schon einige Zeit in den Räumen wohnt. Einrichten braucht seine Geduld. Geniessen Sie dieses Abenteuer. Ihr gemeinsames Leben fängt ja eigentlich erst jetzt richtig an.

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