Die frostigen Nächte und seit heute auch der Schnee sind da. Nicht erst jetzt ergibt sich im Garten und auf der Terrasse dieselbe Herausforderung: Wie bereite ich meine Pflanzen perfekt auf den Winter vor. Wenn Sie in Bezug auf den Winterschutz noch unsicher sind, dann haben wir garantiert die richtigen Lösungen für Sie. Wir stellen die zehn wichtigsten Fragen zum Winterschutz und liefern Ihnen die Antworten direkt mit. 

Winterschutz: Damit es im nächsten Frühjahr wieder grünt und blüht

Geht es Ihnen auch so: Kaum kündigen sich die ersten Vorboten des Winters an, da freuen wir uns schon wieder auf die Wärme, das satte Grün und die blühende Pracht im nächsten Frühling. Doch bevor wir unsere Pflanzen während der warmen Jahreszeiten wieder ausgiebig geniessen können, muss einiges getan werden. Unsere grünen Lieblinge brauchen während der Wintermonate nämlich die richtige Behandlung und Pflege, um uns im kommenden Jahr wieder zu erfreuen.

Wir haben die zehn wichtigsten Fragen rund um den Winterschutz gesammelt und unsere Experten haben hierzu jeweils die passende Lösung entwickelt. So steht Ihnen an dieser Stelle eine leicht verständliche Anleitung zur Verfügung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Pflanzen während der kalten Jahreszeit optimal zu schützen und zu pflegen. 

Mit dieser Frage haben wir es besonders häufig zu tun. Jeder Besitzer eines Gartens oder einer Terrasse möchte natürlich wissen, welche winterharten Pflanzen die kalte Jahreszeit draussen überstehen. Grundsätzlich gilt, dass alle Pflanzen, die wir direkt im Garten pflanzen können, als Kübelpflanzen winterfest sind. Das gilt sogar für bestimmte Gräser, für mehrjährige Kräuter oder für verschiedene Stauden. Allerdings sollten Sie beachten, dass Pflanzen im Topf immer etwas empfindlicher sind. Die Wurzel befindet sich hier nicht im schützenden Erdboden, sondern ist im Kübel direkt von Kälte umgeben.

Wo bringt man Pflanzen, die den Winter nicht draussen verbringen sollen, am besten unter? Achten Sie hierbei unbedingt auf einen gleichermassen kühlen und hellen Standort. Optimal ist hierfür ein Wintergarten, der nicht dauerhaft auf Wohnungstemperatur geheizt wird. Aber auch helle Treppenhäuser, eine Garage oder ein heller Kellerraum sind gute Alternativen. Allerdings sollten die Pflanzen im Winterquartier genug Platz haben und nicht zu eng aneinander stehen. Sie rauben sich sonst gegenseitig das Licht.

Diese Frage ist ein bisschen kompliziert. Es ist nämlich sehr wichtig, dass alle nicht winterfesten Pflanzen vor dem ersten Frost ins Winterquartier gebracht werden müssen. Gefriert die Flüssigkeit in den Zellen der Blätter, dann platzen diese. Ein solcher Schaden ist nicht zu reparieren. Je nach Region müssen Sie mit dem ersten Frost schon recht früh im Jahr rechnen. In manchen Gegenden kommt es bereits im Oktober zu Minusgraden während der Nacht. Es bleibt Ihnen also nichts anderes übrig, als die Aussentemperaturen engmaschig zu überprüfen und Ihre Pflanzen lieber zu früh als zu spät ins Winterquartier zu stellen.

Letztlich nutzen die Pflanzen den Winter, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Das ist nur bei niedrigen Temperaturen möglich. Ein warmer Standort würde sie dazu bringen, weiterhin zu wachsen. Allerdings reicht das knappe Tageslicht dann nicht mehr für einen gesunden Wuchs aus. Besser ist es daher, wenn die Pflanzen den Winter an einem kühlen Ort verbringen. Dort sollte die Temperatur weniger als 15 °C betragen. Optimal sind Temperaturen zwischen 5 °C und 10 °C. So können die Pflanzen eine wohltuende Ruhephase verbringen und im kommenden Jahr mit voller Kraft zurückkehren.

Einige Hobbygärtner lassen ihre Pflanzen im Dunkeln überwintern. Hier sollte man aber vorsichtig sein. Völlige Dunkelheit tut keiner Pflanze gut. Wenn nicht wenigstens ein kleines Fenster zur Verfügung steht, dann sollten Sie mit Pflanzenleuchten nachhelfen. Darüber hinaus gilt, dass immergrüne Pflanzen im Winter mehr Licht benötigen als solche, die im Herbst ihre Blätter verlieren. Wenn Ihre Pflanzen im Winter zu dunkel stehen, dann brauchen sie im Frühjahr sehr lange, bis sich Blüten entwickeln.

Wenn Sie im Garten oder auf der Terrasse winterharte Topfpflanzen beherbergen, dann fragen Sie sich wahrscheinlich, wie viel Kälte Ihre grünen Schützlinge wirklich unbeschadet überstehen können. Grundsätzlich gilt, dass die Wurzeln in Töpfen bei längerfristigem Frost komplett durchfrieren können. Das fügt auch winterharten Gewächsen einen Schaden zu. Viele Pflanzen benötigen im Kübel daher schon ab Temperaturen von wenigen Minusgraden einen zusätzlichen Schutz.

Es geht also vor allem darum, die Wurzeln unserer winterharten Topfpflanzen vor lang anhaltendem Frost zu schützen. Hierfür eignen sich vor allem Materialien, die für eine gute Isolierung sorgen. Das können zum Beispiel dickere Matten mit grossem Volumen oder auch Luftpolsterfolien sein. Die Luft leitet die Kälte nur schlecht, so dass sich die tagsüber gebildete Wärme in der Pflanzenerde lange halten kann. Um Triebe zu schützen, sollten Sie auf Materialien setzen, die nicht nur den kalten Winterwind, sondern auch die austrocknende Wintersonne abhalten.

Das Einpacken von Pflanzen für den Winter ist eine hohe Kunst. Grundsätzlich gilt, dass die Verpackung sowohl Kälte, Wind und Niederschlag als auch Tiere fernhält. Das erreichen Sie nur dann, wenn das Material um Topf und Triebe herum mit Schnüren festgezogen wird. Achten Sie darauf, dass die Schnüre nicht zu fest sitzen, um empfindliche Pflanzenteile nicht zu beschädigen. So sorgen Sie ausserdem dafür, dass Feuchtigkeit durch Niederschläge schneller trocknen kann und sich keine Fäulnis bildet.

Bei Gärtnern gilt die Regel, dass in der Zeit zwischen August und März nicht gedüngt wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass Ihre Pflanzen im Winterlager völlig auf Wasser verzichten können. Achten Sie im Innenbereich einfach darauf, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet, bleiben Sie mit dem Wasser aber sparsam. Im Aussenbereich brauchen diejenigen Pflanzen etwas Wasser, die immergrün sind und von der Sonne beschienen werden. Hier sollten Sie aber natürlich nur dann in mässiger Menge giessen, wenn es draussen trocken und vor allem frostfrei ist.

Normalerweise werden Pflanzen im Frühjahr zurück geschnitten. Der Vorteil besteht darin, dass die Schnitte schnell heilen können und dass sich die Kronen rasch weiter verzweigen. Es ist allerdings auch möglich, Pflanzen bereits im Herbst zu schneiden, unmittelbar bevor sie in das Winterlager kommen. Hierbei sollten Sie allerdings vorsichtig sein, und nicht zu viel wegschneiden. Dann könnten Zweige nämlich austrocknen und im nächsten Frühjahr bleibt zu wenig von der Pflanze übrig. Es spricht aber nichts dagegen, Ihre Pflanzen im Herbst schon ein wenig in Form zu bringen und die Kronen leicht zu kürzen.

Unser Fazit: Ein gutes Winterlager belohnt Sie im nächsten Frühjahr

Sie haben festgestellt, dass die Pflege Ihrer Pflanzen während des Winters gar nicht so aufwendig und mühsam ist, wie viele Menschen befürchten. Wenn Sie sich hier an einige Grundregeln halten und unsere Tipps und Ratschläge befolgen, hält sich die Arbeit in Grenzen. Im kommenden Frühjahr werden Sie dann von besonders schönen, üppigen und gesunden Pflanzen belohnt, an denen Sie viel Freude haben werden.